Körpervorgänge bei Hypotone Hyperhydration


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Dass der Mensch zum grossen Teil aus Wasser besteht und regelmässig Wasser bzw. Flüssigkeit zu sich nehmen muss, ist den allermeisten bekannt.

Das Wasser kommt im menschlichen Körper jedoch nicht in reiner Form vor, sondern immer vermischt mit Salzen.

Dass der Körper salzhaltiges Wasser braucht, hängt wahrscheinlich mit der Entstehung des Lebens im Meer zusammen. Unterschiedliche Wasserkonzentrationen innerhalb und ausserhalb der Zellen ermöglichen auch einen Transport von Nährstoffen durch die Zellmembranen der Körperzellen. Das nennt man Osmose und diese Funktion ist für das Leben unbedingt notwendig.

Der Mensch braucht also nicht nur regelmässig Wasser, sondern auch Mineralsalze.

Von diesen Mineralsalzen braucht man in erster Linie normales Kochsalz, aber auch Magnesium und Kalium und andere Mineralsalze, die in normaler Ernährung jedoch ausreichend enthalten sind.

Damit der Körper ernährt wird, sind in der Körper-Flüssigkeit natürlich auch Nährstoffe wie Zucker und Hormone und viele Substanzen mehr enthalten. Diese Nährstoffe spielen bei der Wasservergiftung jedoch keine Rolle und werden daher im Folgenden ignoriert.

Physiologische Kochsalzlösung

Der Salzgehalt im Trink-Wasser, der dem Salzgehalt im Körper entspricht, nennt man physiologische Kochsalzlösung.

Eine physiologische Kochsalzlösung enthält 9 Gramm Salz pro Liter Wasser.

Man muss natürlich nicht immer salziges Wasser trinken, das dieser physiologischen Kochsalzlösung entspricht.

In den meisten Situationen reicht es völlig aus, wenn man ausreichend trinkt und normal gesalzen isst.

Bei starkem Wasserverlust beispielsweise durch Schwitzen bei Hitze oder Sport kann es jedoch sinnvoll sein, istonische Getränke zu trinken, um ausreichend Wasser und Salze aufzunehmen.

Auch das übliche Mineralwasser enthält Salze, wenn auch normalerweise weniger als in einer physiologischen Kochsalzlösung enthalten ist.

Keine Wasserausscheidung ohne Salz

Wenn man zwar Wasser aufnimmt, aber zu wenig oder kein Salz, ist der Körper nicht in der Lage ausreichend Wasser auszuscheiden.

Die Niere braucht einen gewissen Salzgehalt, um das Wasser als Urin ausscheiden zu können.

Auch Schweiss ist immer etwas salzig, wenn auch weniger als der Harn.

Wenn nicht genug Salz in der Körperflüssigkeit vorhanden ist, kann diese Flüssigkeit nicht ausgeschieden werden.

Es kommt zur Hypotonen Hyperhydration, zur Wasservergiftung.

Ödeme durch gestörten Flüssigkeitshaushalt

Das überschüssige Wasser verbleibt in den Blutgefässen und dringt ins Gewebe vor.

Dieses Vordringen des Wassers ins Gewebe geschieht durch die sogenannte Osmose.

Bei der Osmose zieht es unkonzentrierte Flüssigkeiten, hier salzarmes Wasser, durch Zellmembranen in Bereiche, wo eine höhere Salzkonzentration vorliegt. Das sind bei der hypotonen Hyperhydration die Zellen des Körpers.

Die Körperzellen werden dicker, aufgeblasen wie ein Ballon. Vor lauter Wasser können die Zellen nicht mehr richtig arbeiten.

Im Extremfall platzen die Zellen sogar.

Das Anschwellen der Körperzellen nennt man Ödeme.

Besonders schlimm sind bei der Wasservergiftung die Ödeme im Gehirn. Solche Ödeme nennt man auch Hirnödem. Sie können schwerwiegende Folgen haben, bis hin zum Tod.

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